Kalkbrenner Prinzip

1) Schnauze, Feuer und Zugöffnung
2) Hölle, Feuerraum
3) Himmel, Gewölbe aus Naturstein, das den Feuerraum von der Kalkkammer trennt

4) Kalkkammer;
hier befinden sich die zu brennenden Steine
5) Ofenmantel

Über Kalk

Dass Kalk als Verputzmaterial ein unscheinbares Dasein führt, ist Heinrich Hosp unverständlich. Schon 2500 v. Chr. war in Mesopotamien die Kunst der Kalkbrennerei hoch angesehen und verbreitete sich rasch über den Vorderen Orient und Griechenland bis zu den Römern, von wo aus das Wissen über Kalk auch die Germanen erreichte. Im frühen Mittelalter setzte sich Kalkmörtel endgültig als Material durch. In Klöstern und Burgen wurde eifrig Kalk gebrannt, der von Bauern in speziellen Kalkwagen angeliefert wurde. Heute ist Kalk als Bau- und Verputzmaterial eine Selbst-verständlichkeit.

Dabei stecken im Kalk ganz wunderbare Eigenschaften. Kalkfarben zum Beispiel sind auf Grund ihrer Zusammensetzung pilztötend und lassen einen ungehinderten Wasserdampfaustausch zwischen Luft und Untergrund zu. Für ökologisches Bauen und Wohnen unersetzlich. Heinrich Hosp hat sich auf das kostbare Material Kalk spezialisiert.

Ehemalige Kalkbrennerei Neyer, Bludenz

Feuerraumtüre

Kalkofenbau in Göfis

Errichtung eines Kalkbrennofens nach historischem Vorbild im Gebiet der Ruine Sigberg in Göfis. Herr Franz Josef Huber, Obmann des Burgenvereins Vorarlberg bei tatkräftiger Mithilfe des 1. Brandes. Versuch des Kalkbrennens.

Ein Kalkbrand dauert in der Regel 3 Tage, 3 Nächte bei einer Temperatur von 900 - 1100 Grad. Das Schaubrennen wurde mit Lifemusik und geselligem Beisammensein gefeiert.

Franz Josef Huber

Gebrannte Kalksteine

Der Feuerraum wurde mit Sandstein und Lehm gemauert