Rheintaler Einhof, Lauterach, 2004

Restaurationsarbeiten Fassade und Keller

Auftraggeber: Fa. Rhomberg Bau, Bregenz

Bauleitung: Ing. Christian Jauk

Befundung und Betreuung: Mit Absprache des Denkmalamtes, Ing. Barbara Keiler

Geschichte

Die Errichtung des Rheintaler Einhof, ursprünglich bestehend aus Wohn- und Wirtschaftstrakt, geht auf das ausgehende 18. Jahrhundert zurück. Das Erdgeschoss, bestehend aus Bruchsteinmauerwerk, wurde im 19. Jahrhundert aussen mit einem genuteten Dekorationsputz versehen. Die oberen Geschosse wurden in Holzbauweise ausgeführt. Später wurde das Gebäude nordseitig um einen weiteren glattverputzten, bruchsteingemauerten Anbau erweitert.

Befundung

Das Objekt war seit Jahren unbewohnt. Dach, Dachrinne und Ablaufrohre waren defekt und nur noch teilweise vorhanden. Das Wasser konnte ungehindert in das Mauerwerk und in die Hohlkehle eindringen. Die Fassade wies viele Risse auf, welche sich teilweise durch die ganze Mauerstärke zogen. Grossflächige Abplatzungen des Verputzes und Salzausblühungen an vielen Stellen der Fassade war die Folge.

Arbeiten

Entfernen des verfaulten und versalzten Putzes. Festigung der bindemittelschwachen Stellen durch das Einbringen von Sinterwasser und Batschockanstrich.

Schliessen der Fehlstellen

Grundputz: Sumpfkalk und Sand 0-10 mm Körnung im Mischverhältnis 1 : 3
Endputz: Sand 1 mm Körnung
und Sumpfkalk im Mischverhältnis 1 : 3 (Feinputz gefilzt)

Farbliches Angleichen der Kittungen
Die frischverputzten Kittungen wurden mit einer dünnen Kalkmilch vorgestrichen (frescal). Beim Anstrich der trockenen Putzfläche (Originalputz) wurde die Kalksinterhaut gründlich entfernt und auf die gänzlich durchnässte Fläche zwei Kalkanstriche nass in nass aufgetragen. Zur Kalkfarbenherstellung wurde nur nass gelöschter, längere Zeit eingesumpfter Kalk verwendet.

 

Ansicht vorher

Ansicht nachher